Vercours & Französischen Alpen, 28.08 -01.09.19
(4 Tage, ca. 1‘000 km, 37 Pässe, 22‘900 Höhenmeter im Anstieg, Vercours, Schlucht Gorges du Nan, dCol de la Machine, Col de Ia Iseran, Nur für Mitglieder der Porsche Gruppe PFF Schweiz!)

Porsche PFF Tour, geschlossener Teilnehmerkreis: Nun die erste Tour mit der PFF-Gruppe Schweiz, die sich regelmässig zum Abendessen oder Kaffeetrinken trifft. Von den Vercours-Bildern früherer Touren inspiriert kam der Wunsch auf, dort einmal unterwegs zu sein, nachdem Teile der Gruppe letzte Saison einmal in den Französischen Alpen unterwegs war aber halt ohne Vercours. Obwohl ich durch diese Regionen in der Vergangenheit zahlreiche Touren geführt habe, lassen sich auch immer wieder neue Ecken und Strässchen finden. Der Ausflug ist als 4-Tagestour mit Abendanreise zum Tourstart und mit ca. 1‘000 km, 37 Pässe, 22‘900 Höhenmeter im Anstieg auch wieder ein Challenge für unsere Fahrzeuge.
Der Vercors ist ein durch tiefe Täler begrenzter Gebirgsstock im äußersten Westen der französischen Alpen. Er hat eine Ausdehnung von etwa 30 mal 40 Kilometer und mehrere Zweitausender mit Gipfelhöhen bis zu 2350 m. Da er an allen Seiten schroff ansteigt, konnte er erst im 20. Jahrhundert, teilweise mit in den Felsen gesprengten Galerien, für den Straßenverkehr zugänglich gemacht werden. Aufgrund der eingeschränkten Nutzbarkeit befindet sich im Vercors das mit 170 Quadratkilometern größte Naturschutzgebiet Frankreichs. Wir reisen alle am Mittwochabend individuell zum Tourstartpunkt Abondance in Savoyen an. Dort treffen wir uns bei hoffentlich gutem Wetter auf der Hotelterrasse zum Apero und entsprechend Französischem Bier und anschliessendem Abendessen.
Am Donnerstag durchqueren wir, wie gewohnt, Savoyen mit unter anderem dem gut zu fahrenden Col du Corbier (1237m), der neben schöner Landschaft auch eine interessante Streckenführung mit etlichen Kehren bietet. Ferner stehen der Col de l‘Encrenaz (1433m), der Col de la Colombiére (1618m) und der Col de la Croix-Fry (1467m), die zur Route des Grandes Alpes gehören, auf dem Plan. Diese sollen dem Aufwärmen und Einstimmen dienen auf die Pässehatz der folgenden Tage. Der Weg führt weiter in Richtung Annecy. Von Annecy geht es weiter via Col de Leschaux (898m) und Col de Plainpalais (1174m), der 14 Kehren auf beide Rampen verteilt aufweist. Wir fahren weiter auf der eindrucksvollen Chartreuse-Pässestraße via Granierpass (1164m) und nehmen den schmalen und kaum befahrenen Col de la Porte (1340m). Anschliessend kommen wir nach Grenoble und gehen kurz auf die Stadtautobahn unsere Zielrichtung ist schon weithin sichtbar, der auf der gegenüberliegenden Stadtseite gelegene Höhenzug mit Villard-de-Lans im Zentrum, das dann den Einstieg in das letzte Highlight des Tages liefet, die Schlucht Georges de Bourne, wo die Straße durch Tunnels und unter überhängenden Felsen hindurch führt. Wir sind im Nationalpark Vercors im Département Drôme. Nun geht es direkt zum Übernachtungsort Pont-en-Royans. Vor dem Abendessen kann im Hotel das dortige Wassermuseum besucht werden.
Am Freitag beginnen wir mit unseren Schleifen durch das Vercors. Wir zweigen ab zur Albtraum-Route für alle Angsthasen, dem winzigen Sträßchen über die Gorges du Nan nach Cognin-les-Gorges. Wer glaubte alles schon gesehen zu haben, was man an Hammerstraßen mitten in eine Felswand hauen kann. Aber die Gorges du Nan setzen noch einen drauf. Nur ein kniehohes Mäuerchen, das die in senkrechter Felswand verlaufende Trasse vom Abgrund trennt. Überhänge, Felsnasen, Tunnels - und alles so eng, dass man sich an der Felswand entlangdrückt, nur um von diesem Abgrund ein Stück weg zu sein. Geschwindigkeit und Fahrspaß? Nicht jetzt! Gegenverkehr? Bitte nicht jetzt! Zum Glück kommt kein Mensch hier durch. Wer diese Straße gefahren ist, weiß warum. Es geht weiter Richtung Süden zu einem weiteren Highlight dem Col de la Machine (1011m) und treffen auf enge, kurvenreiche und zum Teil direkt aus der Felswand herausgesprengte Sträßchen und drehen dort eine Schleife. Fast langweilig mag es einem zunächst werden. Nur hin und wieder lassen Baumlücken einen kurzen Ausblick zu, die bestätigen, dass man an Höhe gewinnt. Genau diese Ereignislosigkeit steigert jedoch den Überraschungseffekt. Auf einer Höhe von rund 900 Metern biegt man nämlich um eine Felsnase – und fühlt sich schlagartig wie ein Bungeespringer kurz vor dem Absprung. 500 Meter fällt der Fels senkrecht in die Tiefe. Nur wieder ein kniehohes Mäuerchen begrenzt die Kante zum Abgrund. Der Blick gleitet darüber: hinunter in die Schlucht Combe Laval und hinaus ins Alpenvorland. Atemberaubend! Ein ums andere Mal fragt man sich auf den folgenden Kilometern, wer auf die verrückte Idee kam, hier eine Straße in den Felsen zu sprengen. Balancierend auf einem schmalen Sims, schlängelt sich der raue Asphalt an der schroffen Wand entlang, unterbrochen von einigen kurzen Tunnels. Schade, dass der Rausch nach wenigen Kilometern vorüber ist. Weiter führt uns der Weg auf der Drôme-Pässestraße über den Col de la Chau (1337m). Über die zwei Kehren führende Westrampe gehen wir über den Col de St.-Alexis (1222m) und die drei sehr weiten Kehren am steilen Osthang wieder hinab. Der Col de Rousset mit seiner kehrenreichen Südrampe bildet den südlichen Zugang zum Vercors, einem durch steile Hänge scharf begrenzten Gebirgsmassiv am Westrand der Alpen. Kurz nach Die erreichen wir den südlichsten Punkt unserer Tour und biegen links ab. Über den Col de Menée (1399m) und den Col du Prayet (1202m) geht es Richtung Norden ins Department Isère, wo wir im Château de Passières im Naturschutzgebiet von Vercors in einem Gebäude aus dem 14. Jahrhundert übernachten. In diesem alten Bauwerk spukt es, wer Angst hat das Kruzifix bzw. einen Bund Knoblauch nicht vergessen! Das Abendeseen findet im Hotel statt.
Am Samstag beginnen wie mit dem Col du Fau (899m), Col d'Ornon (1371m) und fahren hoch nach Alpe d’Huez, bekannt durch die Königsetappe der Tour de France zu den nun höher werdenden Pässen. Es über den Col du Lautaret (2058m) mit seinen langgezogenen Kurven dann hinauf zum Col du Galibier (2642m). Er gehört zu den höchsten befahrbaren Alpenpässen, aber auch landschaftlich ist der Pass ein Leckerbissen. Der Scheitel bietet mit Blick auf das gewaltige Massif des Ecrins im Süden ein überwältigendes Panorama. Bei guter Sicht reicht der Blick auch bis zum Mont Blanc. Nach dem unspektakulären Col du Telegraphe (1566m) richten wir uns nach Osten und durchqueren Modane um zu einem weiteren Highlight des Tages zu kommen, dem Col de Ia Iseran (2764m). Der Col de I'Iseran beginnt in Bonneval-sur-Arc und endet bei der Ortschaft Val-d'Isère, Dazwischen liegen 32 km Fahrspass auf nicht unbedingt perfektem Asphalt. Der Col de I'Iseran ist der höchste überfahrbare Gebirgspass der Alpen. Der bekannte Col de la Bonette ist nur 2'715 m hoch, den höchsten Punkt bei 2'802 m erreicht man nur durch eine Zusatzschlaufe um den Berggipfel herum. In Val d’Isere legen wir wieder einen Übernachtungsstopp ein.
Am Sonntag geht es von Val d’Isere via dem Cormet de Roselend (1968m) und Col de Méraillet (1605m) und vorbei am malerisch gelegenen Lac de Roselend vorbei Richtung Beaufort. Vor dem Mittagsstopp fahren wir aus dem Doron-Tal in vielen Kehren den Südhang hoch zum Signal de Bisanne und geniessen die herrliche Aussicht auf den Mont Blanc und die Berge des Beaufortain. Via dem Col des Saisies (1633 m), Col des Montets (1461m) und Col de la Forclaz (1527m) geht es dann zurück zum Zielpunkt Martigny, wo wir uns nach dem Mittagessen verabschieden.

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Stand: 24.06.19

Hinweis: geschlossene Gruppe! Nur für Mitglieder der Porsche Gruppe PFF Schweiz!
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